Meine zwei Wochen in der Mongolei

Ich habe insgesamt 2 Wochen in der Mongolei verbracht . 

Wir sind ja per Transmongolischer Eisenbahn (vorher transsibirische) über die Grenze gefahren.  In Nauschki wurden zuerst unsere Pässe kontrolliert . Von den Russen . Allesamt , auch die Mongolen waren sehr respekteinflößend. Dann durften wir zwei Stunden raus . Anne , Chris , René, Kyle (ein alleinreisender deutschsprechender Kanadier), und ich gingen zum Supermarkt und faulenzten in der Sonne . Dann sollten wir weitere 3 Stunden ausharren. Mein Problem: 3 Stunden keine Toiletten und Bauchkrämpfe - keine gute Mischung. Ich habe es geschafft die Russen einmal zu überzeugen und gegen Ende, in der Mongolei in 'Suche Bator', auch die mongolischen Grenzbeamten mich auch Toilette gehen zu lassen. Ich glaube ich bin ihnen sehr auf den Geist gegangen wie ein störrisches und nerviges Kleinkind und sie hassten mich aber egal , geschafft! Hehe... Ich habe viel Schimpfe bekommen. (glaube ich ! XD). Nach Passkontrollen, Gepäckuntersuchung und Inspektionen der Kabinen fuhren wir dann weiter. Am nächsten Tag kamen wir in Ulan Bator an. Das Guesthouse war zuerst nicht sehr vertrauenserweckend, aber war letztlich doch völlig ok! 

An dem Tag bin ich zur Post - die Mongolei ist berühmt für ihre schönen Briefmarken- und zum Fand an Kloster gegangen wo wir Zeremonien und Unterricht beiwohnen durften. Geschlafen haben wir in einer 5 Bett Jurte auf dem Dach.  Abends waren wir noch essen. Mein Essen war nen Grad schärfer als bestellt, aber ich denke es hat geschmeckt! xD am nächsten Tag sind wir dann auf unsere Tour aufgebrochen.

 

Wir waren als Gruppe von 5 Leuten unterwegs (über Knop-Reisen gebucht). Wir hatten eine feste Route , einen Fahrer (Muchó) und einen weiblichen Guide. Odnoo ist eine super Frau - taff und tüchtig. Sie war auch unsere Köchin und sprach perfekt deutsch.  Hat in Deutschland eine zeitlang gelebt.  Wir rissen täglich hunderte Kilometer mit dem großartigen OAS. 

 

Schon erstaunlich was dieser Bus so alles bewältigt. Auf Toilette geht man von nun an in der Natur.

Abende / Übernachtungen

Jeden Abend haben wir bei Nomadenfamilien in Jurten geschlafen. Einmal gezeltet. Die Nächte waren im großen und Ganzen angenehm. 2 - 3 Nächte waren sehr kalt, aber wir hatten eine Thermomatratze, einen Schlafsack und eine Kamelhaardecke. Ausserdem hatten wir in den Jurten schön eingeheizt. Leider ließ das Feuer ja irgendwann nach und man musste sich einlullen. Unter anderem wurden wir auch in die Jurte der Familie eingeladen und durften selbstgemachte Ziegenmilchbutter und Ziegenmilchjoghurt probieren... auch Yakmilch/Butter haben wir gekostet. Fabelhaft! Obst und Gemüse gibt es so gut wie nie. 

Auch die Joghurt / Käse "kekse" haben wir bekommen. Diese sind Steinhart - an die gewöhne ich mich niemals. Aber ist ja Geschmackssache.  

Es gibt tatsächlich viel Zum Thema Jurte. U. a. Verhaltensregeln. Dazu habe ich hier etwas zusammengetragen.

Abends gab es natürlich noch ein lecker gekochtes essen und dann saßen wir noch etwas zusammen bis wir uns in unsere Jurten zurückzogen.  Es waren immer Mehrbettjurten.

Tiere

Tiere

 

In der Mongolei sind unzählige Tiere frei unterwegs. Keine Grenzen, keine Leinen, keine Einschränkungen.  Man kann sicher behaupten, dass diese Tiere glücklich sind. 

Tiere die mir auf der Tour begegnet sind, uns den Weg versperrt haben, uns besucht haben oder auch die trocknende Wäsche geklaut haben:

 

Vieh der Nomaden:

Ziegen - ich liebe Ziegen! Wild, frech und wunderbar und sie brüllen einfach Bäääh! 

 

Kamele - ich finde diese Tiere einsame Spitze. Absolut entspannt und teilweise total genossen gekrault zu werden. Herzzerreißend war das geweine der Kleinen als die Mamas unterwegs waren. 

 

Yaks - Mischung aus Kuh und Pferd?! 😉 grunzen jedenfalls wie Schweine. xD 

 

 

Schafe Kühe  Pferde

 

Hunde, Murmeltiere, Ziesel, Erdmännchen, Erdhörnchen, Schlange, Ungeziefer (u.a. Heuschrecken, Raupen ...)

Orte

Hier eine Übersicht der Orte die wir besucht haben. Ohne viele Worte... 

 

- Granitformationen Baga Gasrin Tschuluu 

 

   Dies war unser erster Halt auf dieser Tour. Und auch hier haben wir unser erstes Picknick gemacht

- Ich Gasrin Tschuluu

Ungewöhnliche Felsformationen

Hier haben wir gezeltet  (das einzige mal) 

 

Etwas herumgeklettert, Aussicht genossen

- Tsagaan Suvraga

 

100 Meter lange Felsenklippe und ca 30 Meter hohe Kalksteinberge

- Bartgeierschlucht Jolim Am

 

Unter  Naturschutz seit 1965. Normalerweise bedeckt diese Schlucht eine Eisschicht auch im Sommer

- Singende Dünen Hangorin Els

 

Die größten Dünen des Landes.  180 km lang - 3 -5 km breit - 200 Meter hoch. Hier sind wir zu 3. Hoch. Nein es war nicht einfach aber super!  Mein Ehrgeiz hat mich nicht aufgeben lassen. 😄

- Bajandsag 

hier wurden mal Dinosaurierskellette gefunden.

 

Erinnerte mich irgendwie an den Gran Canyon. An diesem Tag habe ich es auch geschafft mich auf die Schnauze zu packen .. mein Knie heilt derzeit noch. .. ;)

- Ongi und Ongi Kloster Ruine

 

- Orchon Wasserfall 

 Wälder... super Grün.  Vulkangestein. Anstrengenste Strecke.im Winter kaum befahrbar

- Heisse Quellen von Tsencher

 

Ein Onsen halt. Ich fand es super angenehm.

- Karakorum

  Von Karakorum habe ich nicht viel gehabt. *lach

 

  Ich habe meinen Geldgürtel am Wasserfall vergessen und bin mit Muchoo nochmal die schlimmste und anstrengenste Strecke erneut gefahren. Er hat sich etwas dazuverdient, ich bin mitgefahren und es war nicht schön. xD

- Tuvchun Kloster 

- Süsswassersee Ogii nuur

- Wüste Bayan Nuur

- Hustai nuuru

Abschließend kann ich sagen...

...dass ich die Zeit so sehr genossen habe und ich bin so froh dieses Land bereist zu haben. Ich habe so viel gesehen, so viel Unterschiedliche Dinge in einem Land von dem man immer nur dachte es sei trostlos. 

Ich zitiere aus dem Buch "die verbotene Reise" von Peter Wensierski, welches 4 von uns auf der Reise gelesen haben.

"Marie schaute auf ein Land ohne Zäune, ohne Hochspannungsleitungen, ohne rechtwinklige Felder. Das Land lag offen bis zum Horizont ausgebreitet unter einem blauen Himmel  in dieser freien Landschaft suchten sich auch die Flüsse und Bäche ungezähmt ihren Lauf."

Die Tage flossen ineinander, so viele schöne Dinge,  nette Reisebegleiter, Gastfreundliche Einwohner.

 

 

Heute Abend geht es weiter... raus aus Der Mongolei. Irgendwie schade. .. doch ich freue mich auch tierisch auf die 3 Tage Peking, 5 Wochen Japan und dann Taiwan wo ich zunächst 3 Wochen Freiwillig für Kost und Logi in einem hostel in Taipeh arbeiten werde..


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