Taroko

Der Park bietet wesentlich mehr als nur die Schlucht, weshalb man zum Beginn des Besuches das Besucherzentrum aufsuchen sollte und sich über die Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten im Parkmuseum zu informieren. Die Informationen sind auch wichtig, da sich durch Erdrutsche täglich die Zugänge zu den Sehenswürdigkeiten und der Zustand des Park ändern kann.

Taroko Schlucht

Die Taroko Schlucht windet sich entlang des Higway Nr. 8. Entstanden ist die Schlucht durch die Erosionen des Liwu Flusses. Durch Erdbeben und Bergeinbrüchen entstand eine wunderschöne Meanderlandschaft, welche besonders durch ihren weißen Marmor als Werk der Götter bekannt ist. Die Auswaschungen des Flusses und des Schmelz und Regenwassers formten wunderschöne Gesteinsformationen, welche meist einen Namen haben.
Die Hauptartaktionen der Schlucht sind:

Die Schwalben Grotte: Ein Kliff, in welchen durch Auswaschungen natürliche Nester für die heimischen Schwalben entstanden. Zusätzlich findet man Löcher in den Wänden, durch welche das Grund und Regenwasser des Berges in den Fluss fließt.

Der Tunnel der neun Windungen ist ein Beeindruckendes Kliff mit teilweise nur 10 Metern Abstand zwischen den Wänden (wegen eines Erdrutsches zur Zeit nicht begehbar - 05/2013).

Die Cihmu Brücke befindet sich an der Stelle wo der Laosi Fluss in den Liwu Fluss mündet. Der Marmor und der grüne Schiefer und die S förmige Faltung geben dem Mündungsgebiet einen besonderen Reiz. Besonders der lose Schiefer führt immer wieder zu Steinschlägen und Hangabbrüchen im Westen der Brücke. Der Froschfelsen befindet sich südlich der Cihmu Brücke und ist ein großer Marmorfelsen mit einem Pavillon zu Ehren Chiang Ching-kuos Mutter.

Der Schrein des ewigen Frühlings wurde zur Ehren des beim Bau des Highway ums leben gekommenen Arbeiter errichtet und wurde mehrfach durch Erbeben zerstört. Der Schrein ist eines der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten der Schlucht.

Buluowan

Buluowan

Buluowan ist ein alter Siedlungsplatz der indigenen Ureinwohner von Taroko. Das Plateau befindet sich zwischen Mt. Sanjiaohul im Norden und dem Mt. Tai im Süden. Buluowan bedeutet Echo in der Sprache der Einheimischen, da der Donner hier bei Gewittern besonders laut sein soll. Es gibt ein oberes und ein unteres Plateau, welche durch einen Weg verbunden sind. Neben einem wunderschönen Blick über die Schlucht findet man hier ein Museum über die Einheimischen und Nachbauten der traditionellen Siedlungsgebäude.

Shakatang Tal

Das Shakatang Tal durch welches sich der Shakatang Fluß mit seinen klaren blauen Wasser windet bietet besondere Felsformationen aus Glimmer und Marmor und einen der schönsten Wanderwege im Taroko Park. Das Wort "Shakatang" kommt aus der Sprache der Ureinwohner, die dort Backenzähne von Tieren fanden.

Shakatang Wanderweg

Cingshui Klippen

Cingshui Klippen

Die Klippen gehören zur höchsten Steilküste der Welt. Eine Fahrt auf dem Suao Highway kann einem so manches mal die Sprache verschlagen wenn einem ein LKW entgegen kommt, da man zwischen Straße und dem Meer, welches 800 Meter unter einem ist, nichts weiter hat als Luft.

Baiyang Wasserfall

Entdeckt wurde die Region durch einen Energieversorger, welcher auf einer Expedition Orte für ein Wasserkraftwerk suchte. Die gebauten Straßen vielen aber einem Erdbeben zu Opfer, weshalb es heute nicht mehr so einfach ist in das Gebiet zu gelangen. Steinschläge machen die Wege zusätzlich oft unpassierbar. Wer Ruhe und Zeit hat sollte die Wanderung zum Wasserfall auf jeden Fall machen.

Der Taroko Nationalpark hat sehr viele Wanderwege. Wichtig ist zu wissen, dass man für die meisten eine Sondergenehmigung benötigt, ohne die man die Wege nicht begehen kann. Die Anmeldung erfolgt in den diversen Parkstationen oder online, wenn möglich sobald man weiß wann man wohin möchte. Abhängig von Zustand des Weges werden die Freigaben erteilt oder abgelehnt. Auf vielen Strecken besteht Helmtragepflicht. Die Schutzhelme kann man sich am Parkeingang oder in den Parkstationen ausleihen.

Die meisten Wanderwege sind Überbleibsel aus der Zeit der Erschließung des Parks und dem Bau des Highways, wie alte Versorgungswege aber auch alte Jagdpfade der Einheimischen. Interessante Wege sind der Dekalun Trail (ca. 3 Stunden), Shakadang Trail (ca. 2 Stunden, Spaziergang), Bayang Wasserfall Trail (1,5 Stunden), der Lianhua Teich Trail ( 3 Stunden) sowie diverse kleinere Wege mit eine Laufzeit von bis zu 30 Minuten.

Wie kommt man hin?

Fuer einen Besuch sollte man mehrere Tage einplanen, man kommt aber auch mit einem Tag aus, wenn man sich nur auf die Schlucht begrenzt. Es faehrt ein Shuttlebus direkt ab dem Hualien Bahnhof, dieser faehrt dann verschiedene Stationen ab. Man sollte aber immer den letten Bus fuer die Rueckfahrt im Auge behalten. Dieser faehrt so gegen 17 Uhr.

. Das Bequemste ist das Auto und ein Fahrer, welcher einen überall hinfährt. Wer mutig ist fährt die engen Straßen mit einem Roller. Für Unerfahrenen ist dieses aber nicht zu empfehlen, da permanent Reisebusse mit Reisegruppen über die Straßen donnern. 

Wer viel Zeit hat kann den Park zu Fuß über die alten Wege erkunden, dafür sollten aber mehrere Tage eingeplant werden, mit Übernachtungen im Park.

  • Vom Bahnhof Hualian fährt ein Bus zum Eingang der Taroko-Schlucht (Fahrtzeit ca. 60 min) und zur Endhaltestelle Tianxiang (90 min).
  • Vom Flughafen Hualien per Auto ca. 30 Minuten.
  • Vom Bahnhof Xincheng ist der Park 3 km entfernt.
  • Da sich die Schlucht über eine große Fläche erstreckt, bieten Hotels in Hualien geführte Touren an.

Mein Ausflug

Ich habe den Zug fuer 24 Taiwan Dollar, vom Hualien Bahnhof nach Xincheng genommen. Ich bin dann ca eine Stunde zum Natiionalpark gelaufen. Ich habe mir dann den Shakadang Wanderweg erwaehlt, dieser sollte um die 4 Km lang sein, jedoch war dieser gesperrt und ich musste nach einer Stunde umkehren. Ich bin dann in den Shuttlebus gestiegen bis zum 2. Stop .. von da habe ich dann wieder den Bus bis zur letzten Station genommen (Tianxiang).