06.02.2017

Fat Cat

 

Ich kam an einem Sonntag Abend an, gegen 21 Uhr. Ca. 30 Minuten von Auckland City entfernt. 

 

"Was willst du denn in Sunnyvale??", "In Sunnyvale gibt es ein Hostel?" ;)

Sunnyvale ist mehr als ein Hostel, es ist eine Gemeinschaft von (vielen) sympathischen, manchmal verrückten und tollen Menschen.

Wenn man zahlender Gast ist, übernachtet man dort und kann sich natürlich auch dort aufhalten. 

Wenn man allerdings freiwillig mitarbeitet bekommt man die Unterkunft, sowie 3 Mahlzeiten kostenlos. 

In FatCat lebt man vegan. Vegetarisch ist auch in Ordnung. Die gestellten Mahlzeiten allerdings sind immer vegan.

Als Gast gibt es Frühstück und Abendessen.

 

 

Hauptsächlich gibt es folgende "Berufe": 

Houseangels, Instandhaltung und Fruit Sellers. Ich bin eine der Fruit seller.

 

ICH starte den Tag mit Sport. Derzeit hat man die bunte Auswahl zwischen Yoga, Capoeira und Pilates. 

Oder Mix oder Nix. :p 

 

Man arbeitet an 3 Tagen die Woche und an einem Tag ist Fruit Party!! PARTEEEEY!!! 

Naja, klingt wohl lustiger als es ist, man sortiert Obst für ca 2 stunden in kleinere Kisten ein,  damit sie zu den Ständen transportiert werden können.

(Houseangels arbeiten 4 Tage die Woche, weil sie nicht an dieser Party teilnehmen *gg)

Wir sind aufgeteilt. Es gibt die Fruit seller die in der Woche arbeiten und die, welche am Wochenende arbeiten.

Ich arbeite am Montag (PARTY!!!) Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Nach dem Frühstück um 8 Uhr morgens, 

(Frühstück besteht aus Oatmeal, Fruchtsalat vom Abend, Pancakes, selbstgebackenes Brot, Kaffee, Tee -natürlich alles vegan ;)) packen die Fruitseller ihre Lunchbox (besteht meistens aus dem vorherigen Abendessen).

Wir starten um 10 Uhr (WE = 9 Uhr) und fahren dann gemeinsam zum Chiller wo wir unsere Früchte in unsere Autos einladen (die dort parken). Es gibt dann eine kleine Besprechung in der die Preise besprochen werden und neue vorgestellt werden oder ein kleines Spiel stattfindet.

Dann fährt jeder zu seinem Standort. Diese sind verteilt, manche fahren nur 10 Minuten, manche (wie ich) fahren über 30 Minuten.

 

Die erste Fahrt war auch ziemlich interessant. Linksverkehr! Aber daran gewöhnt man sich ganz schnell. 

Am 2. Tag hatte ich dann auch kein Automatikauto mehr. Die Gangschaltung links und der Blinker rechts, das hat dann doch 3 Fahrten gedauert bis ich das inne hatte. :)

Diese komsichen Westler, ständig schalten sie die Scheibenwischer an wenn sie abbiegen wollen. xD  Und das bei über 20 Grad und Knallersonne hahaha *ähem

 

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber sobald ich ankomme, hole ich die Schilder aus dem Mitsubishi, 

der dauerhaft vor Ort steht, und baue den Stand auf. Die Schilder werden optimalerweise etwas weiter weg aufgestellt, damit potentielle Kunden frühzeitig reagieren können.

Wenn nichts zu tun ist, schreibe ich z.B. Texte wie die hier *gg oder ich lese oder lerne. Hin und wieder übe ich auch mal etwas sportliches, und ja! die Leute schauen dann auch mal "blöd". ;) Die Sonne knallt auch ganz schön,

 

Am Ende wird wieder zusammengepackt und man fährt zurück zum Chiller. (Der Chiller ist übrigens ein Kühllagerraum ;))

Nachdem das eingenommene Geld zurückgegeben wurde, und das übriggebliebene Obst abgeladen wurde fährt man in Gruppen zurück zu Fat Cat.

 

Man kommt vorm Abendessen zurück und kann dann noch duschen oder so.

 

Der Abend verläuft so:

 

Man steht in der Schlange fürs Essen, jeder muss eine Aufgabe ziehen wie z. B. den Abwasch oder Hugs for everyone! ;)

Es gibt eine Vorstellungsrunde. Name, Herkunft, Aufgabe und die Frage des Tages (z. B. Welche Superkraft würdest du haben wollen?)

 

Nach dem Abendessen wird die Aufgabe erledigt.

 

 

 

 

Was gibt es noch zu Fat Cat zu sagen? Grundsätzlich werden mit Fruit Vans diverse andere Projekte finanziert wie z. B. ein Haus welches mit Naturgegebenen Dinge funktioniert. Warme Dusche mit Hilfe von Kompost z. B. Das ist intensives Thema, worüber es mehr als ich hier sagen möchte, zu sagen gäbe. (kenne mich ja auch nicht so aus *g)

 

- Alle (99 %) sind verrückt nach der Babykatze -- natürlich!!

 

- Gäste und Woofer schlafen in Vans, in Zelten oder in den einigen Zimmern des Hauses.

 

 

- Es finden Workshops statt, ich war auf einem Workshop über Kompost. Was das ist und wie es funktioniert. Interessant ;) 

- Die Leute bringen sich gegenseitig Dinge bei, ich habe z. B. etwas Ukulele spielen gerlernt.

 

- Man redet über diverse Dinge. 

 

- Man spielt Abends mal miteinander Rollenspiele oder so. z.B. Werwolf

 

 

- Es existiert eine Waschmaschine die man durch "Abradeln" nutzen kann, eine Biotoilette welche als Kompost genutzt wird. Eine Solardusche und eine Dusche die durch Kompost gewärmtes Wasser hat.

Das Wlan wählt seine Benutzer selbst aus und nimmt wohl nicht jeden... es sei denn man kennt Tricks *räusper

Strom gibt es nur im Haupthaus.

 

Jede Menge Leute aus aller Welt, die Deutschen und Franzosen sind in der Überzahl. Aber es sind auch viele Briten, Kanadier usw. 

Jap, soviel dazu. Ich habe eine wunderbare Zeit hier, ich werde auch mit einer aus UK und einem kanadischen Pärchen

weiter nach Wellington ziehen, wo wir versuchen ein Haus oder eine Wohnung gemeinsam zu beziehen und dann natürlich auch (hoffentlich) alle für mindestens 2 bis 3 Monate Arbeit finden.

 

 

Seid glücklich und lasst euch das von niemandem vermiesen. :))Seid lieb zueinander ! ;)

Bis später dann :D