Direkt im Anschluss an die Frage nach der Reiseroute: folgt die Frage nach dem Geld.

 

Wer mit dem Gedanken spielt, auf Weltreise zu gehen, oder wer von jemandem erfährt, dass derjenige bald aufbricht, muss ganz automatisch darüber nachdenken, was ein Jahr Auszeit kostet.

 

Wieviel Ged benötigt man? Plant man soviel wie in einem Urlaub?

Plant man wie im normalen Leben?

Was kostet ein Jahr Auszeit?

 

Ich greife auf Erfahrungswerte anderer Reisender zurück

 

: In den zahlreichen Weltreise-Blogs und den beiden sehr guten deutschen Online-Foren...

 

Auf weltreise-info.de gibt es sogar einen Länderkosten-Rechner, den man – gefüttert mit den eigenen Reise-Vorlieben – heranziehen kann. Oft zitiert wird auch der grobe Wert von 1.000 € Lebenshaltungskosten pro Person und Monat, den man um die Transportkosten und Sonderausgaben ergänzen muss.

 

Die eigenen Vorlieben sind dabei aber entscheidend: In großen Schlafsälen und bei Couchsurfern schläft es sich günstig – und wer dann noch auf das Flugzeug verzichtet, sieht die Wunder der Galaxis für weniger als fünf Altair-Dollar pro Tag. Gute Hotels, exotische Orte und Direktflüge schmelzen das Ersparte hingegen schnell zusammen.

 

Welche Bandbreite es gibt, zeigt auch die Zusammenstellung von We Travel the World, in der elf Blogger abrechnen. Weitere Aufstellungen, die Claudia gewissenhaft durchforstet hat (Danke, meine Finanzheldin!!!), gibt es unter anderem hier, hier, hier, hier, hier und hier.

So kamen wir mit einigem Überlegen auf die Tagesbudgets für die einzelnen Länder, die auf unserer Liste stehen. Zusätzlich berechneten wir die ungefähren Transportkosten, indem wir mit Suchmaschinen die Preise für die verschiedenen Flugrouten in naher Zukunft ermittelten – unsere Reise also praktisch simulierten. Nicht vergessen darf man teure Ausflüge, wie bei uns zur Wüste Gobi, auf die Galapagos-Inseln oder zu den Berggorillas in Afrika. Wie viel es tatsächlich wird und ob wir vielleicht sogar noch länger als zwölf Monate unterwegs sein können, hängt von vielen Faktoren ab, die wir nur grob einschätzen können:

  • Unserer tatsächlichen Reiseroute (Japan = teuer vs. Laos = günstig)
  • Dem Euro-Kurs (gerade kein einfaches Thema)
  • Wie weit im Voraus wir Flüge, Touren und Unterkünfte buchen
  • Dem Verlangen, zwischendurch auch mal etwas bessere Hotels aufzusuchen
  • Unvorhersehbare Ereignisse, wie Krankheiten und Diebstahl

Das Geld haben Claudia und ich uns in den letzten Jahren angespart – mit stetig steigender Spar-Intensität, je näher der Abreisetermin rückte. Das mündet mitunter in seltsamen Situationen, in denen wir für Cent-Beträge auf dem Flohmarkt Bücher verkaufen und direkt danach an die Ostsee düsen, um mal kurz auf Pause zu drücken.

Damit ein Kreditkarten-Diebstahl oderÄhnliches nicht das gesamte Budget vernichten kann, folgen wir dem Beispiel anderer Weltreisender: ein Dauerauftrag transferiert monatlich nur einen kleinen Teil der Gesamtsumme auf unsere Kreditkarten-Konten. An das Ausgangskonto kommen wir während der Reise selbst nicht dran.

Ob diese Planung und unsere Kostenkalkulation schlussendlich aufgehen, berichten wir euch künftig hier im Finanzen-Bereich. Unser Gefühl schwankt derzeit ständig zwischen „ach, das reicht locker – wir verlängern!“ und „wir sind nach drei Monaten zurück und müssen kellnern gehen“.